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Äste schneiden mit der Säbelsäge: So gelingt der Gehölzschnitt im Herbst

Im Oktober beginnt für viele Gartenbesitzer die Zeit der größeren Schnittarbeiten. Hecken und Sträucher dürfen wieder kräftiger zurückgeschnitten werden, Windbruch und dürre Äste sollen weg, bevor Herbststürme und Schnee sie herunterholen. Für Äste, die für die Astschere zu dick sind, greifen viele beim Baumschnitt zur Säbelsäge. Das funktioniert gut, wenn Sägeblatt, Technik und Sicherheit stimmen.

Säbelsäge schneidet einen Ast im herbstlichen Garten
Grob gezahntes Holzblatt, Schuh fest am Ast: so läuft der Schnitt ruhig.

Was im Herbst erlaubt und sinnvoll ist

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet starke Rückschnitte an Hecken, Gebüschen und anderen Gehölzen in der Zeit vom 1. März bis zum 30. September. Schonende Form- und Pflegeschnitte sind auch in dieser Zeit möglich. Ab Oktober fällt diese Beschränkung weg, deshalb landen größere Schnittarbeiten traditionell im Herbst und Winter. Prüfen Sie vor dem Sägen trotzdem, ob Vögel noch in einer Hecke nisten, und beachten Sie mögliche Baumschutzsatzungen Ihrer Gemeinde.

Bei Obstbäumen gilt der Spätwinter als klassischer Termin für den Erziehungs- und Auslichtungsschnitt. Im Herbst geht es dort eher um abgestorbene, gebrochene oder kranke Äste, die ohnehin raus müssen.

Das richtige Sägeblatt für frisches Holz

Für Äste eignen sich grob gezahnte Holzsägeblätter mit großem Zahnabstand, oft als Grünholz- oder Gartenblätter bezeichnet. Sie räumen die feuchten Späne von frischem Holz gut aus und verstopfen nicht so schnell. Die Blattlänge sollte deutlich über dem Astdurchmesser liegen, damit das Blatt bei jedem Hub vollständig durch den Schnitt läuft. Feine Metall- oder Bimetallblätter mit kleinen Zähnen sind für Grünschnitt ungeeignet, sie werden heiß und kommen kaum voran. Eine ausführliche Übersicht bietet der Beitrag zur Auswahl des passenden Sägeblatts.

Hat Ihre Säge einen Pendelhub, schalten Sie ihn für Holz ein. Das Blatt bewegt sich dann zusätzlich leicht vor und zurück und frisst sich schneller durch das Material. Für saubere Schnittflächen am lebenden Baum darf es am Ende etwas ruhiger zugehen.

Dicke Äste in drei Schritten absägen

Wird ein schwerer Ast in einem Zug von oben gesägt, bricht er kurz vor Ende ab und reißt einen langen Rindenstreifen vom Stamm. Diese Wunde heilt schlecht. Besser ist ein Vorgehen in drei Schritten:

  • Etwa eine Handbreit vom Stamm entfernt den Ast von unten ein Stück ansägen.
  • Etwas weiter außen von oben durchsägen. Der Ast fällt, ohne Rinde mitzureißen.
  • Den verbliebenen Stummel sauber knapp außerhalb des Astrings absägen, also des leicht verdickten Übergangs zum Stamm.

Setzen Sie die Säge mit dem Schuh fest an das Holz an, bevor Sie Gas geben. So springt das Blatt nicht und die Säge schlägt weniger.

Sicherheit auf Leiter und Boden

Eine Säbelsäge gehört in beide Hände. Arbeiten Sie deshalb nicht über Schulterhöhe und nicht einhändig von einer wackelnden Leiter aus. Für hohe Äste ist eine standsichere Stufenleiter oder eine Teleskop-Astsäge die bessere Lösung. Handschuhe, Schutzbrille und festes Schuhwerk sind Pflicht, bei längeren Einsätzen auch Gehörschutz. Achten Sie darauf, wohin der Ast fällt, und dass niemand darunter steht.

Wann doch eine Kettensäge besser ist

Für Äste bis etwa Armdicke, Wurzeln am Boden und verwinkelte Stellen in dichten Sträuchern ist die Säbelsäge oft angenehmer als eine Kettensäge: leichter, schneller einsatzbereit und mit weniger Einweisung zu beherrschen. Geht es um ganze Stämme oder große Mengen Brennholz, stößt sie an Grenzen. Dann ist die Kettensäge das passende Werkzeug, allerdings mit Schnittschutzkleidung und idealerweise nach einem Motorsägenkurs.

Wer vor allem im Garten sägt, fährt mit einem Akkumodell mit ausreichender Hublänge und werkzeuglosem Blattwechsel gut. Welche Ausstattung wirklich zählt, fasst unser Ratgeber zum Säbelsäge-Kauf zusammen. Für Arbeiten im Erdreich lohnt außerdem ein Blick auf die Hinweise zur Säbelsäge für Wurzeln.

Kurz gefragt

Muss ich Schnittwunden verschließen?

Bei sauberen Schnitten am Astring gilt das heute meist als unnötig. Wichtiger ist eine glatte Schnittfläche ohne ausgefranste Rinde.

Wie reinige ich das Blatt nach Grünschnitt?

Harz und Pflanzensaft mit einer Bürste und etwas Harzlöser entfernen, dann das Blatt trocken lagern. Ein verharztes Blatt sägt spürbar schlechter.

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